Unitas-Busfahrt nach Kehl und Straßburg
Oktober 12, 2009 in AHV by Haino
Unsere diesjährige Unitas-Busfahrt führte uns vom 09.-11. Oktober 2009 in die badisch-elsässische Region nach Kehl und Straßburg. Am Freitag Mittag traf sich die 30-köpfige Reisegruppe an der U-Bahn-Endhaltestelle Langwasser-Süd. Pünktlich zum vereinbarten Zeitpukt ging die Fahrt in einem 5-Sterne-Luxusbus los. Nach knapp 5 Stunden Autobahnfahrt mit einer unspektakulärer Rasthofpause sind wir in Kehl an der deutsch-französischen Grenze angekommen. Vor dem Hotel wurden die 14 Alten-Herren, 4 Aktive und 12 Damen bereits vom örtlichen Organisator, unserem lieben Bundesbruder Harry Neubauer, begrüßt und in Empfang genommen. Nach Bezug der Hotelzimmer gings mit dem Bus über den Rhein ins benachbarte Elsass nach Straßburg. In einem sehr schmucken alten Gasthof, dem Chateau de Pourtales, waren wir zum Flammkuchenessen – eine Spezialität in Elsass – vorgemerkt. Grundlage des Flammkuchens ist ein sehr dünn ausgerollter Hefeteigboden. Der traditionelle Belag besteht aus rohen Zwiebeln, Speck und einer Creme aus Sauerrahm oder Schmand, die leicht mit Salz und Pfeffer gewürzt ist. Der so belegte Fladen wird bei starker Hitze für kurze Zeit im Ofen gebacken. Â Bei diesem geselligen Beisamensein kam es wieder zu vielen persönlichen Kontakten und Austausch alter Erinnerungen.
Am nächsten Morgen hatten wir ausreichend Gelegenheit Straßburg auch am Tage bewurdern zu können. Leider spielte das Wetter nicht wirklich mit und ein zum Teil heftiger Regen begleitete uns. Wir nutzten unseren Panorama-Bus zu einer ausgiebigeren, als zunächst geplanten Stadtrundfahrt und erfuhren von einem inzwischen zugestiegenen lokalen Historiker allerlei Wissenswertes über die wechselhafte Geschichte der Stadt und der Region. Der Regen ließ etwas nach und wir konnten noch vor dem Mittagessen einen geführten Rundgang durch die Straßburger Innenstadt und im Besonderen rund um das Straßburger Münster genießen. Der Aufenthalt wurde am frühen Nachmittag mit einer einstündigen Bootsfahrt auf der durch Straßburg fließenden Ill abgeschlossen.
Für den Abend war eine Weinprobe mit Brotzeit in Gengenbach vorgesehen. “Herzlich Willkommen in der Gengenbacher Winzergenossenschaft” stand in großen Lettern über dem Eingang des Gebäudes. Doch keiner von uns hat sich willkommen gefühlt. Das Gebäude machte einen verlassenen Eindruck. Erst nach längerem Warten wurden wir von einem Winzer in Empfang genommen. Ein älteres Herrchen, der offensichtlich von der Winzergenossenschaft für unseren Abend eingeteilt wurde, hat uns dann reingelassen. Die ausgelobte Weinprobe sollte in einer Abfüllhalle stattfinden. Der Vater eines örtlichen Winzers machte nicht wirklich einen vorbereiteten Eindruck. Er erklärte uns, dass die repräsentativeren Räume ausgebucht seien und führte uns aus dem Empfangsbereich in das angrenzende Nachbargebäude, wo über dem Tor das Schild “Produktionshalle” unserer Begeisterung einen mächtigen Dämpfer verpasste. Vier gedeckte Bierbankgarnituren erwarteten uns mitten in einer kahlen Industriehalle, neben großen Paletten mit leeren Weinflaschen – die bis zur Befüllung hier zwischengelagert waren. Nach anfänglicher Irritation und nach unserer Eigeninitiative wurde das Abendbuffet aufgebaut und unser “Gastgeber” versuchte die Weinprobe noch zu retten. Zu einem Erfolg wurde dann jedoch eine Spontankneipe, die allen Beteiligten zur Kurzweil verhalf und plötzlich auch noch zur Zeitnot führte. Denn es stand noch ein Nachtgang mit einem Nachtwärter durch das historische Gengenbach auf dem Programm.
Mit einem Sonntags-Spaziergang über das ehemalige Kehler Landesgartenschaugelände, vorbei am Rhein und dem Besuch der Sonntagsmesse, bei der wir vom örtlichen Pfarrer sehr freundlich und persönlich begrüßt wurden, neigte sich unser Aufenthalt langsam dem Ende zu. Nach einem leckeren Mittagessen traten wir die Rückfahrt an und erreichten in den Abendstunden Nürnberg.